Brennpunkt Ernährung: Sommerleicht
Altbekannt aber immer richtig: Viel trinken. Der Körper verliert täglich mehr als zwei Liter Flüssigkeit, an heißen Tagen entsprechend mehr. Wird die Flüssigkeit nicht ersetzt, kommt es zu einer Dehydrierung. Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit und Reaktionsschwäche sind die Folgen. Durch das Schwitzen verliert der Körper auch Mineralstoffe, vor allem Kalium, das für die Muskelfunktion wichtig ist. Frucht- und Gemüsesäfte gleichen den Verlust aus.
Zimmerwarme Durstlöscher wie Wasser mit Zitronensaft oder stilles Mineralwasser sind am besten. Eiskalte Getränke erhitzen den Körper zusätzlich, denn er muss Energie abgeben, um das Getränk auf Körpertemperatur zu bringen und verdauen zu können. Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 1,5 bis 2 Liter pro Tag.
Wer ausreichend trinkt, sorgt für gut fließfähiges Blut und verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen. Das wiederum wirkt sich vitalisierend aus: Haut und Schleimhäute trocknen weniger stark aus, die Sehkraft wird verbessert, die Verdauung angeregt und der Kreislauf stabilisiert. Nicht nur der Körper, auch der Geist wird wacher. Wer stärker schwitzt oder sich viel bewegt (Brennpunkt Sport), hat einen nahezu verdreifachten Flüssigkeitsbedarf.
Hitze und Alkohol passen nicht zusammen, so verführerisch ein kaltes Bier auch sein mag. Alkohol erweitert die durch die Wärme ohnehin schon weiten Gefäße, der Kreislauf leidet. Deshalb erst am kühleren Abend alkoholische Getränke mit weniger Promille wie Radler oder Weinschorle.
Beim Essen ist weniger mehr: Die Portionen sollten kleiner sein, auch wenn der Duft vom Grill noch so lockt. Die Verdauungsorgane benötigen dadurch weniger Blut, was den Hautgefäßen zur Wärmeregulierung zugute kommt. Leichte Kohlehydrate, eingeschränkt Eiweiß und möglichst wenig Fett sollten in der wärmeren Jahreszeit auf dem Speiseplan stehen. Salate, Käse, Fisch oder mageres Fleisch sind ideal. Statt Bratwurst: gegrillte Paprika, Zucchini und Pilze. Und: Mehrmals kleinere Portionen statt dreimal größere Mengen zu essen, bekommt dem Organismus besser.


