HAMBURG

Albertinen-Krankenhaus
Geburtszentrum
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Süntelstraße 11a
22457 Hamburg
Tel: 0 40 - 55 88 - 27 77

Asklepios Klinik Altona
Frauenklinik & Perinatalzentrum
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Tel: 0 40 - 18 18 81 - 0

Asklepios Klinik Barmbek

Geburtshilfe & Pränatalmedizin
Perinatalzentrum I. Ordnung
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Tel: 0 40 - 18 18 82 - 0

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Nord-Heidberg

Geburtshilfe & Pränatalmedizin
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Kath. Marienkrankenhaus
Frauenklinik, Geburtshilfe &
Perinatalzentrum
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Universitätsklinikum
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Geburtshilfe & Pränatalmedizin
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Geburtshaus Hamburg
Brulow & Partnerinnen,
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Am Felde 2
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Tel: 0 40 - 3  90 11 28

MÜNCHEN

Frauenklinik Dr. Geisenhofer
Am Englischen Garte
n
Hirschauer Straße 6
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Tel: 0 89 - 38 31 - 0

Frauenklinik München West
Schmiedwegerl 2–6
81241 München
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Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik
Taxisstraße 3
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Tel: 0 89 - 1 57 06 - 0

Frauenklinik Maistraße    
Klinik & Poliklinik für
Frauenheilkunde &
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Maistraße 11
80337 München
Tel: 0 89 - 51 60 - 41 11

Kreiskrankenhaus Starnberg
Oßwaldstraße 1
82319 Starnberg
Tel: 0 81 51 - 18 - 0

BEFUND - Schwangerschaft


Wenn das Wunder Leben beginnt!


Katja und Björn Krämer wünschen sich ein Baby, bis jetzt hat es bei den beiden noch nicht geklappt. Anfangs nahm Katja es ganz cool, aber inzwischen muss sie ihre Tränen hinunterschlucken, wenn wieder einmal ihre Periode einsetzt. Seit zwei Tagen wartet sie auf das bekannte Ziehen im Unterleib. Es ist nicht das erste Mal, dass ihre Regel überfällig ist, und bei jedem Mal hofft sie, nun endlich schwanger zu sein.

Sie kann es kaum erwarten, einen Schwangerschaftstest zu machen, zögert es aber hinaus. Möglichst lange will sie das dumpfe Gefühl zu versagen vermeiden. Die Angst, dass auf dem Teststreifen wieder nur eine blaue Linie erscheint, die bedeutet: nicht schwanger. Die junge Frau lauscht in sich hinein: alles wie immer. Keine Anzeichen von Übelkeit, kein Kribbeln im Bauch und keine Lust auf Apfelmus mit Brathering. „Schwanger sein fühlt sich anders an“, seufzt Katja. Trotzdem will sie es jetzt sicher wissen und macht einen Test. Innerlich wappnet sie sich gegen die erwartete Enttäuschung. „Nach zwei Minuten können Sie das Ergebnis ablesen“, steht auf dem Beipackzettel. Um nicht die ganze Zeit auf das Plastikröhrchen zu starren, blättert sie in einem Magazin. Doch immer wieder schweift ihr Blick ab und bleibt auf dem Ergebnisfenster hängen. Ein feiner blauer Strich erscheint. Das Magazin fällt zu Boden, und Katja hält den Test ganz dicht vor ihre Augen. Die ersehnte blaue Linie wird immer deutlicher sichtbar. Ihre Hände zittern so sehr, dass sie die Verpackung eines zweiten Tests nicht aufreißen kann, sondern aufschneiden muss. Dann zwei Minuten warten, in denen ihr Herz rast wie nach einem Marathon. Katja kneift die Augen zu und redet sich Mut zu: „Vielleicht ist das Ergebnis ja falsch, so etwas passiert.“ Mit spaltbreit geöffneten Lidern schielt sie  auf das Ergebnisfenster und schreit laut auf. Wieder ist eine blaue Linie deutlich zu sehen. Schwanger! Tränen des Glücks und der Erleichterung rinnen über ihre Wange.

„Ich muss sofort Björn anrufen“, denkt Katja und holt ihr Handy. Sie zögert, legt es wieder weg. Es fühlt sich nicht gut an, ihm am Telefon die freudige Nachricht zu übermitteln. Sie will sein Gesicht sehen, seine Freude spüren und mit ihm  durch die Wohnung tanzen. Schon seit Monaten weiß die junge Frau genau, wie sie es  ihrem Mann sagen will. Als er nach Hause kommt, drückt  sie ihm ein Geschenk in  die Hand: ein Kinder-Überraschungsei und zwei winzige Söckchen – eines rosa, das andere hellblau. Björn guckt verdutzt und versteht nur Bahnhof. “Ich bin schwanger!“, jubelt seine Frau. Stille. „Oh“, sagt er und schluckt. Man kann richtig sehen, wie sein Gehirn arbeitet, als die Botschaft endlich angekommen ist, quietscht er glücklich, nimmt Katja in den Arm und tanzt mit ihr durch die Wohnung. Das Glas Champagner zur Feier des Tages trinkt er allein.

„Was darf ich nicht während der Schwangerschaft?“ Kein rohes Fleisch, keine rohen Eier, nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, … Die Liste, die Krämers gewissenhaft studieren, ist lang. „Na ja, eigentlich nicht schlimm“, findet die Schwangere. „Rohes Fleisch mag ich eh nicht, nur ab und  an ein Glas Rotwein wird mir fehlen“, seufzt sie. „Es kommt nicht um, ich trinke deines mit“, flachst Björn und grinst.

„DAS ist dein Kind!“, sagt Katja und hält ihrem Mann ein Foto unter die Nase – das erste Ultraschallbild von ihrem ungeborenen Kind. „Und was sind Arme und Beine?“, fragt  Björn. „Nein, Arme, Beine oder der Kopf sind noch nicht zu erkennen, dazu ist es zu früh, aber das ist die Fruchthöhle“, sagt sie und streichelt mit dem Zeigefinger den dunklen Fleck auf dem Schwarz-Weiß-Bild.  Zur nächsten Ultraschalluntersuchung begleitet Björn seine Frau. Er will auch einmal seinen Sprössling sehen und das Herz schlagen hören. Die Frauenärztin freut sich, wenn Männer mitkommen. „So kann der Vater ganz von Anfang an eine Bindung zu seinem Kind aufbauen, und ich kann die werdenden Eltern gemeinsam über alle Möglichkeiten der Pränataldiagnostik informieren. Es gibt zum Beispiel besondere Ultraschalluntersuchungen wie die Nackentransparenzmessung,  besser bekannt als Nackenfaltenmessung, mit der bestimmte Gendefekte festgestellt werden können. Mit dem Feinultraschall dagegen werden die Organe des Babys untersucht, etwa um Auffälligkeiten am Herzen frühzeitig festzustellen und gegebenenfalls die Geburt entsprechend zu planen. Diese Methoden greifen nicht in den Körper der Mutter ein, weshalb sie als nichtinvasiv bezeichnet werden“, erklärt die Ärztin. Daneben gibt es noch die invasiven Verfahren wie die Chorionzottenbiopsie oder die Fruchtwasseruntersuchung. Methoden, bei denen aus dem mütterlichen Körper kindliche Zellen entnommen werden, um diese auf Veränderungen zu untersuchen.

Katjas Bauch wird runder, das Baby wächst und gedeiht. Björn liebkost jeden Abend die kleine Kugel und redet mit seinem Kind. Beide sind gespannt, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?...  „Ein Junge!“, sagt die Ärztin und zeigt auf dem Ultraschallmonitor auf das winzige Zipfelchen zwischen den strampelnden Beinchen. „Jetzt müssen wir uns wenigstens nur über einen Jungennamen einig werden“, stöhnt Katja, „das wird schwer genug, wo ich schon so viele Entscheidungen treffen muss.“ „Eine Hebamme zu finden hatte ich mir einfacher vorgestellt“,  erzählt die werdende Mutter. „Mit Steffi habe ich eine, die wirklich zu mir passt. Das war ein richtiges Casting“, scherzt sie. Wenn die Chemie zwischen Hebamme und Schwangerer stimmt, ist die schmerzhafte Geburtsarbeit einfacher.

Gemeinsam besuchen die Krämers einen Geburtsvorbereitungskurs. „Es ist einfach beruhigend zu wissen, was bei einer Geburt passiert“, sagt Björn. „Komm schon“, stichelt Katja, „du freust dich doch nur auf die Entspannungsübungen und schläfst ein.“ Björn zuckt lachend mit den Schultern und massiert seiner Frau den Rücken. „Gut?“, fragt er. „Ich passe nämlich auf, wenn die Hebamme zeigt, wie man euch Frauen bei der Geburt hilft.“ Katja ist kugelrund, und der Geburtstermin naht. „Jetzt könnte er sich nun wirklich auf den Weg machen“, stöhnt die Hochschwangere. Die beiden Krämers haben lange überlegt, wo  ihr Kind auf die Welt kommen soll: zu Hause, im Geburtshaus oder in der Klinik?... Letztendlich haben sie sich für die Klinik entschieden. Zwei Tage vor dem errechneten Stichtag erblickt Krämer-Junior gesund und munter das Licht der Welt. Seine Eltern haben sich übrigens für den Namen Jonathan entschieden.
Text: Silke Haas