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Schmerzthera.
Schmerz kann Leben retten. Ohne Schmerz würden wichtige Warnsignale des Körpers überhört und Krankheiten zu spät diagnostiziert werden.
Akutschmerzen lassen sich gezielt und effektiv behandeln, indem die Ursache behoben wird. Im Gegensatz dazu ist diese Schutz- oder Signalfunktion bei chronischen Schmerzen nicht (mehr) vorhanden. Sie kehren dauerhaft und ständig wieder, haben meist mehrere Auslöser und entwickeln sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild, das das Leben des Patienten psychosozial verändert und bestimmt (z. B. Rücken-, Kopf-, Nervenschmerzen). Der Betroffene entwickelt ein Schmerzgedächtnis, das häufig nur unter schwierigen Bedingungen wieder gelöscht werden kann.
Dass Schmerzkrankheit besondere Behandlungsformen und -einrichtungen erfordert, führte in den USA bereits in den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts zur Gründung der ersten Schmerzklinik. Als Begründer der modernen interdisziplinären Schmerztherapie gilt der der 1994 gestorbene John J. Bonica. Ziel einer fachübergreifenden Behandlung ist eine umfassende Verbesserung der Lebensqualität des chronifizierten Patienten – auf körperlicher, seelischer und sozialer Ebene.



